15 OTT 2026 · Es sollte die Abkehr vom ironischen Hipstertum sein, ein Besinnen auf die Hippie-Era, auf den Einklang von Musik, Natur und Spiritualität. Man trug Rauschebärte und Holzfällerhemden und nahm ein Jammer-Album in einer abgelegenen Holzhütte irgendwo in Wisconsin auf. Oder man hüpfte "Ho, Hey" singend, Bajo spielend und klatschend um ein Lagerfeuer... War das Indie-Folk Revival der 00er und 10er Jahre das letzte Mal, dass Popmusik wirklich "real" war? Oder war es vielmehr das peinliche Vortäuschen von Realness, das eigentlich nur als süßliche Untermalung für Mobilfunk-Werbeclips gedacht war? So oder so wurde "Stomp, Clap, Hey" innerhalb weniger Jahre vom beliebten Mainstreamphänomen zu "Millenial-Cringe" degradiert. Der Song "Home" von Edward Sharpe fristet zum Beispiel mittlerweile ein Dasein als Worst-Song-Ever-Meme.
Höchste Zeit für die Millenials des Plattenabend Podcasts sich ihrem zweifelhaften Erbe zu stellen. Dazu holen sich Stigy und Conor in dieser Folge Hilfe von Indie-Folk-Fan Thomas, der einen Deepdive in die Untiefen des Stomp, Clap, Hey mit den beiden macht und sie überzeugen will, den zynischen Snobbismus abzulegen und die musikalischen Qualitäten von Bands wie Mumford & Sons, Noah & The Whale aber auch nischigeren Acts wie The Black Atlantic anzuerkennen. Ob das gelingen kann?
Playlists zur Folge: https://tidal.com/playlist/16ee289b-da26-4926-9c0b-56ae159bc0c9
https://open.spotify.com/playlist/2Nnjpb3mOY2YFxOjA4TI9Y?si=9d3af5baa50742a8